Details
| Produktnummer: | mfgt085 pdf |
|---|---|
| Arrangement: | Orchester |
| Genre: | Barock |
| Ära: | 1600-1750 |
| Orchester: | Streichorchester |
| Autoren: | Scarlatti , Alessandro (1660-1725) |
| Seiten: | 31 |
| Arrangeure: | Tailleferre , Germaine |
| Verlag: | Musik Fabrik Music Publishing |

Sonata 7 in D major - Noten für Flöte, Harfe und Streichorchester Alessandro Scarlatti
Details
| Produktnummer: | mfgt085 pdf |
|---|---|
| Arrangement: | Orchester |
| Genre: | Barock |
| Ära: | 1600-1750 |
| Orchester: | Streichorchester |
| Autoren: | Scarlatti , Alessandro (1660-1725) |
| Seiten: | 31 |
| Arrangeure: | Tailleferre , Germaine |
| Verlag: | Musik Fabrik Music Publishing |
Produktbeschreibung
Das eigenhändige Manuskript der Bearbeitung der „Sonata settima“ trägt einen SACEM-Hinterlegungsstempel vom 16. Oktober 1950, der den „terminus ante quem“ des Werks mit größerer Sicherheit festlegt, als dies allein anhand innerer oder indirekter Hinweise möglich wäre. Auf dem Manuskript selbst sind weder ein Auftrag noch ein Widmungsempfänger oder vorgesehene Interpreten vermerkt.
Ein fundierter Ansatz zur Erforschung der Entstehungsgeschichte des Werks führt über Lily Pastré, die Mäzenin aus Marseille, die während der Besatzungszeit zahlreiche jüdische Musiker – darunter die Harfenistin Lily Laskine – im Château Pastré beherbergte und dort auch Tailleferres Kollegen aus der Gruppe „Les Six“, Georges Auric, Zuflucht gewährte, während dieser für die Widerstandsbewegung „Front National“ tätig war. ¹ Nach dem Krieg gehörte Pastré zu den Gründungsmäzenen des Festival d’Aix-en-Provence. Tailleferres eigene Verbindung zu Pastré ist direkt belegt: Ihr „Concertino“ für Flöte und Klavier mit Orchester, das 1953 von Jean-Pierre Rampal und Robert Veyron-Lacroix uraufgeführt wurde, ist Pastré gewidmet. Rampal soll Tailleferre über Pastrés Kreis kennengelernt haben – eine Verbindung, die die Widmung des „Concertino“ bestätigt –, wodurch Komponistin und Flötist in dasselbe musikalische Netzwerk im Marseille der Nachkriegszeit eingebunden waren. Aix, das Pastré in den Jahren unmittelbar nach dem Krieg weiter pflegte; dies steht im Einklang mit dem Entstehungsdatum der vorliegenden Bearbeitung im Jahr 1950, also lange bevor Rampals internationale Karriere und seine Zusammenarbeit mit Veyron-Lacroix die Bedeutung erlangten, die sie später in diesem Jahrzehnt genießen sollten.
Die Besetzung der „Sonata settima“ – Flöte, zwei Violinen, Viola, Cello und Kontrabass, wobei die Pedalharfe den Continuo-Part verdoppelt – entspricht keinem festen Kammerensemble jener Zeit. Robert Shapiros Bio-Bibliografie (1994) hat Werke dieser Art mit dem Pierre-Jamet-Ensemble in Verbindung gebracht; die übliche Besetzung der Jamet-Gruppe – Flöte, Streichtrio und Harfe – passt jedoch nicht zur fünfstimmigen Streicherbeschriftung der „Sonata settima“, die vielmehr auf eine kleine Streicherkombination hindeutet als auf ein festes Kammerensemble. Die Harfenstimme ist durchgehend für Pedalharfe geschrieben, ohne Rücksicht auf die barocke Continuo-Praxis – eine moderne Neuinstrumentierung statt einer historischen Realisierung, die im Geiste vergleichbar ist mit Maurice Andrés Aufnahme von Albinonis „Concerto San Marco“ aus dem Jahr 1961, bei dem es sich um eine für Trompete und ein ad hoc zusammengestelltes „Paris Clarinet Sextet“ neu orchestrierte Violinsonate (op. 6 Nr. 11) handelt. Die Bearbeitung der „Sonata settima“ scheint derselben französischen Praxis der Mitte des Jahrhunderts zu entstammen, barockes Material – in diesem Fall eine anonyme oder mehreren Autoren zugeschriebene („diversi autori“) Sonate – frei für moderne Besetzungen neu zu gestalten.
Es sind keine Aufführungsunterlagen neben dem Manuskript erhalten geblieben. Angesichts der Gewohnheit Tailleferres, Aufführungsmaterial für Werke aufzubewahren, die es bis zur Probe oder zur Rundfunkübertragung geschafft hatten, deutet dieses Fehlen darauf hin, dass das Arrangement möglicherweise nie aufgeführt wurde. Es wurden weder Korrespondenz noch andere dokumentarische Quellen gefunden, die die Verbindung zu Rampal oder eine Aufführungsgeschichte bestätigen könnten; ein Zugang zu Rampals eigenen Unterlagen, der diese Frage klären könnte, war nicht möglich. Die vorliegende Ausgabe ist daher als die wahrscheinliche Uraufführung des Werks zu verstehen.











