In einer Zeit, in der das Atmen selbst zur existentiellen Bedrohung wurde, entstand dieses intensive Solowerk für Oboe. Die Corona-Pandemie mit Mundschutz, Beatmungsgeräten und tiefer Beklemmung bildet den Hintergrund von "A(t)men". Die Oboe mit ihren zarten, ausdrucksstarken Tonfarben wird zum persönlichen Sprachrohr - von der Enge in der Kehle und dem Druck auf der Lunge bis zu Einsamkeit und spiritueller Sehnsucht. Leere Kirchen zu Ostern und eine berührende Ferninterpretation des Bach-Chorals "Befiehl du deine Wege" fließen darin ein. "A(t)men" verbindet innovative Spieltechniken mit großer emotionaler Tiefe und ist ein eindringliches Zeugnis von Atemlosigkeit und Hoffnung zugleich. Die Jury des 32. Siegburger Kompositionswettbewerbs zeichnete das Werk mit dem 1. Preis aus.